KUNDENNUTZEN: Warum wir keine Festpreise mehr anbieten und ausschließlich nach Stunden abrechnen

Geschrieben von  Markus

Nach langen Überlegungen haben wir entschieden, dass wir nur noch nach Stunden abrechnen und keine Festpreise mehr anbieten.

Die Gründe:

1.) Festpreise machen träge. Wir haben festgestellt, dass Festpreise dazu führen, dass Projekte wesentlich länger dauern und unkonzentrierter ablaufen. Kunden arbeiten im Bewusstsein, nicht mehr als den Festpreis zahlen zu müssen und arbeiten deshalb im Durchschnitt unkonzentrierter, langsamer und unverbindlicher. Manche Projekte benötigen daher ein Vielfaches der eigentlich notwendigen Zeit. Das schadet sowohl uns als auch unseren Kunden.

2.) Das in Punkt 1 genannte Phänomen muss in Festpreise einkalkuliert werden, deshalb zahlen Kunden, die effektiv arbeiten für die weniger effektiv arbeitenden Firmen mit. Das wollen wir vermeiden.

3.) Beim Aufbau einer Webpräsenz ist es für deren Erfolg sehr förderlich, zumindest zu Beginn auf Unnötiges zu verzichten und sich voll auf das eigentliche Ziel der Internetpräsenz zu fokusieren. Weniger ist dabei fast immer mehr, weil diese Fokusierung zu einem schnelleren Start und zu kostengünstigen, wirksamen und schlanken Webpräsenzen führt. Festpreise verleiten zum Gegenteil. Webpräsenzen mit vielen Spielereien sind nicht nur zeitaufwändig im Aufbau, sondern auch zeitaufwändig in der Pflege, die oft in Kundenhand liegt. Festpreise führen oft genau zu diesen Spielereien, die sich extrem negativ auf die Profitabilität der Internetpräsenz auswirken. Stundensätze verhindern dies sehr effektiv. Oder aber der Kunden trifft eine bewusste Enscheidung im hinblick auf eine "Spielerei", die dann meistens einen klaren Zweck hat, allerdings auch Geld kostet.

2 Kommentare

  • Kommentar Link Markus Bühler Dienstag, den 13. September 2011 um 18:27 Uhr Vorgeschlagen von Markus Bühler

    Hallo! ja ich verstehe was Sie meinen. Diese Gedanken hatte ich auch. Festpreise wie ich es jetzt handhabe, funktionieren nur dann, wenn es eine gute Vertrauens-Basis gibt. Genau diese Vertrauens-Basis schaffe ich durch meine Person und durch verschiedenste Maßnahmen (z.B. arbeite ich sehr transparent mit minutengenauer Auflistung der Zeiten, und ich stelle jeweils kleine Rechnungen nach kleinen Meilensteinen). Beim Punkt Effizienz haben Sie vollkommen recht...das ist ein Problem. Was mich betrifft, motiviert es mich, möglichst viel Mehrwert für meine Kunden zu schaffen. Das treibt mich und meine Effizienz an. Ich profitiere deshalb über Umwege davon. Bevor ich komplett auf Festpreise verzichtet habe, habe ich einen recht hohen Risiko-Aufschlag auf Festpreise erhoben, wie dies üblich ist. Das hat zwar auch irgendwie funktioniert, passt aber einfach nicht zu meiner Philosophie. Schließlich will ich effektiv und nutzstiftend für meine Kunden arbeiten. Ich habe mich für den beschriebenen Weg entschieden und fahre super damit. Jeder muss halt den eigenen jeweils stimmigen Weg finden, denke ich. Herzliche Grüße Markus Bühler

  • Kommentar Link TW Dienstag, den 13. September 2011 um 13:14 Uhr Vorgeschlagen von TW

    Ihre Ausführungen kann ich nur teilweise zustimmen - da Stundenabrechnungen auf der anderen Seite den Anbieter dazu verleiten können, länger zu arbeiten als nötig.
    Als Kunde bin ich jedoch für einen Festpreis und als Unternehmen ist es auch ein zweischneidiges Schwert. Ich werde bestraft (?!), wenn ich effizienter werde und lege mir selber eine Grenze auf (max. Umsatz = Stundensatz*Arbeitszeit).

    Ich habe bisher auch noch keine Lösung für dieses Problem - freue mich jedoch auf Ihre Antwort.1

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