Donnerstag, den 20. Januar 2011 um 08:43 Uhr

KNOW-HOW: Wie lerne ich wirksam?

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Folgende Teilschritte sind notwendig:

1.) Ich lerne den richtigen Inhalt.
2.) Ich erinnere mich in der richtigen Situation an diesen Inhalt.
3.) Ich kann das Gelernte jetzt abrufen.


1.) Ich lerne den richtigen Inhalt:

Ich will etwas gescheites lernen.
Meine primäre Aufgabe ist es deshalb, gute und wirksame Information zu finden. Ein gutes Buch, einen Spitzen-Dozenten oder ein verdient gemachtes Foren-Mitglied.

Hier lohnt es sich, auf gute Quellen zu vertrauen und diesen treu zu bleiben. Es gilt wieder mal das Pareto-Prinzip:
80 Prozent der Quellen sind mittelmäßig, 20 Prozent sind richtig gut.

Diese 20 Prozent bringen mich weiter, die anderen 80 Prozent lenken nur ab.

Wenn ich mal wieder einen dieser 20 Prozent - Diamanten in meinem Lern-Gebiet gefunden habe, dann ziehe ich mir so ziemlich alles rein, was ich von ihm finden kann.


2.) Ich erinnere mich in der richtigen Situation an diesen Inhalt

Ich weiß viel, kann dieses Wissen aber oft nicht im richtigen Moment abrufen.
Deshalb ist es mir wichtig, mir bereits beim Lernen klar zu machen, in welchen Situationen ich das gelernte Wissen brauchen werde.

Ein Nebeneffekt davon ist, dass ich mir durch diese zusätzlichen Anker das Wissen besser einprägen kann.
Wenn mir keine Situationen einfallen, in denen ich das Wissen verwenden kann, lerne ich es gleich gar nicht.


3.) Ich kann das Gelernte abrufen

Da ich kein Genie bin, merke ich mir nur bestimmte Sachverhalte. Anderes muss ich mir aufschreiben.
Dazu notwendig ist eine gute Dokumentation. Mein Tool der Wahl ist Basecamp, weil ich damit wunderbar Inhalte kategorisieren kann.

Wenn ich mein Wissen erfolgreich angewendet habe, stellen sich keine Fragen mehr. Ich bin zufrieden.
Falls nein, finde ich heraus, welches zusätzliche Wissen für die Situation notwendig ist.

Welche Methoden für wirksames Lernen benutzt Ihr?

Sonntag, den 07. November 2010 um 10:07 Uhr

REALITÄT: Auf der Suche nach preiswerten Online-Marketing-Seminaren

Geschrieben von

Ich will mich im Bereich Online-Marketing weiterbilden.  Das Thema ist mir eigentlich egal. SEO, Facebook, GoogleAdwords...interessiert mich alles. Auch wenn ich in Zeitschriften, Blogs, E-Books und Info-Seiten viel für meine Weiterbildung tun kann, so denke ich mir doch, dass Präsenz-Seminare ihre ganz eigene Qualität haben. Außerdem lernt man neue Leute kennen.

Nach 5 Stunden Suche im Netz bin ich frustriert. Ich habe kein Angebot gefunden, welches mir preiswert erscheint. Das liegt zum einen an den sehr hohen Preisen (Ein Wochenend unter 400 EUR ist praktisch nicht zu bekommen),  viel mehr noch aber an der Nicht-Kommunikation dessen, was mir ein Seminar an Wert bringt.

Es werden die Inhalte der Seminare beschrieben, nicht die Wirkung bzw. das, was das Seminar in meinem weiteren Leben bewirkt. Kaum echte Zielgruppen-Auswahl, das heißt für mich: hauptsache, die Seminare werden voll. Der Fokus liegt statt auf den Teilnehmer auf den Seminarleitern. Finde ich o.k., allerdings habe ich kaum etwas über die Dozenten in Erfahrung gebracht außer für mich nicht einschätzbare Diplome und Werdegänge. Weder Podcasts noch Videocasts der Seminarleiter, bedeutet: Ich muss das Risiko übernehmen, dass mir der Seminarleiter gänzlich unsymphatisch ist.

Ich habe mich bei der Suche nach einem Seminar auf das Internet beschränkt. Ich dachte, das macht Sinn. Weil jemand, der von Online-Marketing wirklich etwas versteht, der sollte auch im Internet gefunden werden und v.a. die Möglichkeiten des Online-Marketings nutzen (z.B. Blogs, Podcasts, Videocasts).

Offensichtlich gibt es einen erschreckenden Mangel an Seminaren mit gutem Preis-Wirkungs-Verhältnis. Oder es gibt sie und die Qualität wird nicht kommuniziert. Das einzig erfreuliche nach 5 Stunden Frust ist die Erkenntnis, dass es auf dem Online-Marketing-Seminarmarkt kaum ernstzunehmende Konkurrenz gibt. Ein wahres Eldorado für neue Anbieter.

Ich werde nächstes Jahr selbst Seminare anbieten, soviel ist sicher.

Wer gute Seminaranbieter kennt, die ihr Geld wert sind, dem wäre ich dankbar, diese hier in den Kommentaren zu posten.

Es lohnt sich, sich tiefer einzudenken in die 80-zu-20-Regel,
welche besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % Aufwand realisiert werden.

Erstaunlich oft gilt dieses Prinzip und ich versuche, es
so oft wie möglich anzuwenden.

Das Bewusstsein für dieses statistische Phänomen nützt auch an
Stellen, an denen ich es bewusst ignoriere.
Manchmal ist eben Perfektion angesagt und 20 Prozent Einsatz
rechnen sich nicht, weil es neben unmittelbaren Effekten auch
mittelbare Wirkungen gibt.

So kann es sich z.B. finanziell auszahlen, wenn man auch die 80 Prozent
Kundenservice leistet, die erstmal sehr zeitaufwändig sind und nur kleine Ergebnisse bringen.
Der ausgezeichnete Kundenservice führt zu einem sehr guten Ruf und dieser
wiederum sorgt für neue Kunden und Umsatz.

Einer von vielen Bereichen, in dem ich bewusst auf die 80/20-Regel setze, sind
grafische Extras, die kaum Mehrwert bringen, z.B. das individuelle grafische Styling
eines Formulars. Hier bringen zeitraubende CI-Anpassungen kaum Gewinn, weil
bei Formularen die Funktionalität der entscheidende Faktor ist.

Es lohnt sich, alle Bereiche im eigenen Betrieb zu durchleuchten und festzulegen,
wo man die 80/20 Regel anwenden will und wo nicht und was das im einzelnen bedeutet.