METHODEN: Nachhaltigkeit zählt

Zunächst mal ein Beispiel für eine wirksame und nachhaltige Methode:

37signals (die Macher von Basecamp) und deren Verfahren, mit Kundenwünschen umzugehen:
Viele Menschen benutzen die Online-Applikationen von 37signals. Deshalb wandern täglich und reihenweise Kunden-Wünsche in den 37signals-E-Mail-Account, die die Software verbessern und erweitern sollen.
Jason Fried vertritt die Auffassung, dass man sich den Kundenwunsch weder aufschreiben noch aktiv merken soll. Seiner Erfahrung nach werden die wichtigen Dinge sich wiederholen. D.h. immer wieder werden Kunden ein bestimmtes Feature nachfragen, das wirklich wichtig und wirkungsvoll ist. Erst dann ist der Moment gekommen, an dem sich 37signals mit dem neuen Feature beschäftigt.

Eine fantastische Methode. Sie benötigt keinerlei Aufwand. Mit eingebauter Intelligenz. Gleichsam ein Sieb, das gute Ideen ausfiltert, ohne sich
eine Sekunde zu viel mit den weniger wirksamen Kundenwünschen zu beschäftigen.

Ich habe im Laufe der letzten 3 Jahre auch einige solcher Methoden ausfindig gemacht, auf die ich in zukünftigen Blog-Einträge näher eingehen werde.
Unglaublich wirkunsvoll, unglaublich einfach. So einfach, dass sie Spaß machen und ich gar nicht merke, dass es sich um eine Methode handelt.

Ich überlege mir immer, ob ich eine Methode mein ganzes Leben lang anwenden könnte und wollte.
Bei vielen Methoden, die in Fachbüchern kommuniziert werden: Klares Nein. "Balanced Scorecard", "Multivariate Analysen", "ISO9000". Da komme ich ins Schwitzen, obwohl ich früher einmal Betriebswirtschaft studiert habe. Diese Methoden haben natürlich ihre Berechtigung, insbesondere in Großkonzernen und in Hörsälen. Für kleine Unternehmen an der Basis aber funktionieren sie nicht. Außerdem sind sie mir zu kopflastig.

Gute Methoden zeichnen sich dadurch aus, dass sie wenig Energie verbrauchen.  Und sehr gute Ergebnisse produzieren. Das hat zur Folge, dass ich diese Methoden ständig anwende und kaum Disziplin dafür aufbringen muss. Und dauerhaft angewandte Methoden bringen den Erfolg. Weil ständig angewandt heißt: die ständige Möglichkeit der Verbesserung. Und das ist es, was Unternehmen erfolgreich macht.
Veröffentlicht in Unternehmens-Philosophie

MENSCHEN: Hans Peter Zimmermann (HPZ)

Hans Peter Zimmermann ist Unternehmensberater und Erfolgs-Trainer. Seite Arbeit hat ein hohes Wirk-Potential: Die Bücher verkaufen sich gut, seine Seminare sind voll und ich habe viele seiner Gedanken verinnerlicht. Bestimmt werde ich früher oder später auch ein Seminar buchen.

HPZ setzt nicht nur am Unternehmen an, sondern zielt insbesondere darauf ab, die Potentiale der Menschen frei zu legen, die ein Unternehmen führen.
Oft steckt hier nämlich weit mehr Potential und Energie drin als in der klassichen Unternehmensberatung. Dabei arbeitet er schwerpunktmäßig mit Hypnose.

Seine Bücher, Newsletter, Blogeinträge, Podcasts und Videos sind voller Ideen und Energie. HPZ ist ehrlich, mutig und erfolgreich. Und er kommuniziert so klar, dass ich jeden seiner Gedanken nachvollziehen kann. Allein das macht ihn fast schon einzigartig.

Seit ich vor 2 Jahren begonnen habe, mich mit HPZ zu beschäftigen, frage ich mich, ob ich seine Website www.hpz.com einfach nur als Fehltritt interpretieren soll oder als großartiges Zeichen dafür, dass Inhalt über Design siegt.
Momentan denke ich: kein Inhalt der Welt hat es verdient, so dargestellt zu werden.
Möglicherweise ist HPZ einfach ein bisschen zu egoman, um mal einen Webdesigner mit ins Boot zu holen.

Hans Peter Zimmermann verbiegt sich für niemanden. Und das finde ich richtig gut.
Und ein bisschen Egomanie halte ich für gesund, das bestätigen mittlerweile auch wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass psychisch gesunde Menschen sich ständig überschätzen und (leicht) depressive Menschen die Realisten unter uns sind.

Veröffentlicht in Inspirierende Menschen

KNOW-HOW: Wie lerne ich wirksam?

Folgende Teilschritte sind notwendig:

1.) Ich lerne den richtigen Inhalt.
2.) Ich erinnere mich in der richtigen Situation an diesen Inhalt.
3.) Ich kann das Gelernte jetzt abrufen.


1.) Ich lerne den richtigen Inhalt:

Ich will etwas gescheites lernen.
Meine primäre Aufgabe ist es deshalb, gute und wirksame Information zu finden. Ein gutes Buch, einen Spitzen-Dozenten oder ein verdient gemachtes Foren-Mitglied.

Hier lohnt es sich, auf gute Quellen zu vertrauen und diesen treu zu bleiben. Es gilt wieder mal das Pareto-Prinzip:
80 Prozent der Quellen sind mittelmäßig, 20 Prozent sind richtig gut.

Diese 20 Prozent bringen mich weiter, die anderen 80 Prozent lenken nur ab.

Wenn ich mal wieder einen dieser 20 Prozent - Diamanten in meinem Lern-Gebiet gefunden habe, dann ziehe ich mir so ziemlich alles rein, was ich von ihm finden kann.


2.) Ich erinnere mich in der richtigen Situation an diesen Inhalt

Ich weiß viel, kann dieses Wissen aber oft nicht im richtigen Moment abrufen.
Deshalb ist es mir wichtig, mir bereits beim Lernen klar zu machen, in welchen Situationen ich das gelernte Wissen brauchen werde.

Ein Nebeneffekt davon ist, dass ich mir durch diese zusätzlichen Anker das Wissen besser einprägen kann.
Wenn mir keine Situationen einfallen, in denen ich das Wissen verwenden kann, lerne ich es gleich gar nicht.


3.) Ich kann das Gelernte abrufen

Da ich kein Genie bin, merke ich mir nur bestimmte Sachverhalte. Anderes muss ich mir aufschreiben.
Dazu notwendig ist eine gute Dokumentation. Mein Tool der Wahl ist Basecamp, weil ich damit wunderbar Inhalte kategorisieren kann.

Wenn ich mein Wissen erfolgreich angewendet habe, stellen sich keine Fragen mehr. Ich bin zufrieden.
Falls nein, finde ich heraus, welches zusätzliche Wissen für die Situation notwendig ist.

Welche Methoden für wirksames Lernen benutzt Ihr?

Veröffentlicht in Wirksame Seminare

BUCHEMPFEHLUNG: Don't make me think!

"Don't make me think" ist ein Buch über Web Usability. Es gibt klar verständliche und praktisch umsetzbare Tipps, wie Ihr die eigene Website nutzerfreundlich gestalten könnt.

Nutzerfreundlich heißt: der Besucher kann sich intuitiv auf der Website bewegen, ohne viel nachdenken zu müssen. Jede Millisekunde, die der Besucher mehr nachdenken muss ist ein Nachteil und wirkt sich dadurch auch auf den Erfolg einer Website aus. 
Das Buch betont, wie wichtig in diesem Zusammenhang eine klare und auf das notwendige reduzierte Sprache ist. Jedes Fragezeichen im Kopf eines Users soll eliminiert werden.

Folgende Fragen sollten beim Kunden gar nicht erst aufkommen:

  • Wo bin ich? (der angeklickte Button ist markiert)
  • Wo soll ich anfangen? (auf der Startseite soll klar sein, wo ich beginnen soll)
  • Wo finde ich...?
  • Wo sind die wichtigsten Informationen?
  • Wieso haben die das so gemacht oder so benannt? (Buttons gut und gewohnt beschriften)

Das Buch gibt wichtige Anregungen für erfolgreiche Websites:

  1. Schaffe eine klare visuelle Hierarchie auf jeder Seite
  2. Nutze die Vorteile von Konventionen (z,.B. Logo links oben oder bekannte Symbole)
  3. Teile die Seite in klar definierte Bereiche
  4. Lasse keinen Zweifel darüber, was anklickbar ist
  5. Minimiere das Rauschen

Beim Thema Design und Gestaltung fand ich besonders interessant, dass Tabs in den allermeisten Fällen der Vorzug gegenüber Dropdowns gegeben wird. 

Das Buch betont die Wichtigkeit von "Usability-Live-Tests". Diese sollten zur Gewohnheit werden und regelmäßig durchgeführt werden (z.B. ein Vormittag pro Woche).

Hier noch ein paar interessante Aussagen des Buches:

  • User sehen/hören den eigenen Namen sehr gerne auf der Website
  • Eingabefelder sollten möglichst wenig Beschränkungen bei den Eingabemöglichkeiten aufweisen
  • aktuelle Probleme (z.B. Serverausfall oder Lieferprobleme) sollten gut kommuniziert werden

Das Buch macht sehr große Lust auf Tests und ich halte diese schon deshalb für äußerst wichtig, weil es überaus wichtig ist, sich in die Perspektive von Usern/Kunden hineinzuversetzen.

Veröffentlicht in Wirksames Webdesign