Unsere Kunden bekommen vor Beginn eines Projekts in der Regel einen Fragebogen. Darin werden Fragen geklärt zum Budget, zur Zielgruppe, über Attribute, die sich der Kunde für die eigene Webpräsenz wünscht.
Eine Frage werde ich in unseren Fragebogen künftig mit aufnehmen:
WAS SOLL EIN BESUCHER FÜHLEN, WENN ER AUF IHRE WEBPRÄSENZ TRiFFT?
Diese Frage hat enormes Potential.
Denn Gefühle sind die Antriebsfeder für Verhalten.
Sie wollen, dass Ihr Besucher Ihr Produkt kauft oder Sie anruft oder Ihren Newsletter abonniert?
Dann rufen Sie Gefühle in ihm hervor!
Gefühle....sie bestimmen unser Leben und doch beschäftigt sich kaum jemand professionell damit. Liegt das daran, weil Gefühle unsere sichere und optimierte Welt durcheinanderbringen? Weil allein schon die Beschäftigung mit Gefühlen bei vielen Menschen Ängste auslöst?
Umso größer jedenfalls sind die Chancen, wenn Sie sich mit dem Thema Gefühle aktiv beschäftigen. Nur gefühlsmäßig involvierte Unbekannte werden Ihre Kunden.
Gefühle hervorrufen...ein großes Thema, mit dem ich mich zukünftig intensiv beschäftigen will.
Ich bin der Meinung, dass Sie tendenziell mehr Gefühle auslösen, je authentischer, offener und persönlicher Sie kommunizieren. Es sei denn, Sie sind todlangweilig. Aber dann brauchen Sie auch keine Webpräsenz!
Konzentrieren Sie sich mal 1 Woche einzig und allein auf die Gefühle, die Ihre Webpräsenz auslöst bzw. auslösen soll.
Sie konzentrieren sich dann automatisch auf etwas sehr wesentliches!
Ich bin ein bekennender Fan von Jason Fried (37signals).
In seinem Blog benennt er "Fragen, die er sich stellt, wenn er ein Design beurteilt". Also werde ich mir diese zukünftig auch stellen :-)
Ich greife im folgenden einfach ein paar seiner Fragen raus, die mir besonders interessant erscheinen und übersetze diese für Euch ins deutsche:
Beantworten Sie sich diese Frage mal in aller Ruhe. Damit kommen sie dem Wissen über die eigentlichen Ziele, die Sie mit Ihrer Webpräsenz verfolgen, einen großen Schritt näher.
Wenn ich mir diese Frage stelle, komme ich auf folgende Antworten:
- dass ich potentielle Kunden nicht auf meine Webpräsenz verweisen kann, um sich ein besseres Bild von uns und unseren Leistungen zu machen.
- dass ich das, was Init Solutions ausmacht, ohne Webpräsenz nur schwer und sehr zeitaufwändig vermitteln kann.
- dass der Website-Kostenrechner als wichtiges Tool für potentielle Kunden wegfällt.
Mir wurde klar, dass nicht in erster Linie der erzielte Traffic wichtig für mich ist, sondern vielmehr der Schritt vom potentiellen Kunden zum echten Kunden.
Wenn das klar ist, kann man sich auch wirklich auf dieses Ziel fokusieren. Anstatt Google-Adwords-Kampagnen zu schalten oder zeitaufwändiges SEO zu betreiben, kann ich mich dann darauf konzentrieren, die Seite für Menschen, die sich bereits für die Leistungen von Init Solutions interessieren, zu optimieren und attraktiver zu machen.
Kennen Sie die Ziele, die Sie mit Ihrer Webpräsenz verfolgen?
Es liegt viel Schönheit und Wahrheit in diesem Zitat.
Bezogen auf Design:
Wenn nichts mehr weggenommen werden kann, dann befindet man sich bei der Essenz des Designs. Beim "Eigentlichen", das kommuniziert werden soll. Man kommuniziert dann glasklar. Ohne Ablenkung.
In Projekten beobachte ich immer wieder, wie wertvoll es ist, sich zumindest am Beginn auf das Allernötigste zu konzentrieren. Dies führt dazu, dass die Webpräsenz schlank bleibt und das Ziel der Webpräsenz klar im Fokus bleibt. Eine der größten Gefahren beim Aufbau einer Webpräsenz liegt darin, zu viel und vor allem: alles auf einmal machen zu wollen.
Genau dieser Fehler wird allerdings sehr häufig gemacht. Immer noch herrscht in den Köpfen allzu oft der Glaubenssatz: "Viel hilf viel". Außerdem wird viel zu oft die Frage gestellt: "Was können wir noch machen?" und viel zu selten die Frage: "Was können wir weglassen?".
Es ist wie bei Bildern von Picasso oder wie bei einem Blues von B.B. King:
Etwas rüberzubringen mit wenigen Strichen oder wenigen Tönen...das berührt und ist echte Meisterschaft.