Es lohnt sich, sich tiefer einzudenken in die 80-zu-20-Regel, welche besagt, dass 80 % der Ergebnisse mit 20 % Aufwand realisiert werden. Erstaunlich oft gilt dieses Prinzip und ich versuche, es so oft wie möglich anzuwenden.
Das Bewusstsein für dieses statistische Phänomen nützt auch an Stellen, an denen ich es bewusst ignoriere.
Manchmal ist eben Perfektion angesagt und 20 Prozent Einsatz rechnen sich nicht, weil es neben unmittelbaren Effekten auch mittelbare Wirkungen gibt.
So kann es sich z.B. finanziell auszahlen, wenn man auch die 80 Prozent
Kundenservice leistet, die erstmal sehr zeitaufwändig sind und nur kleine Ergebnisse bringen.
Der ausgezeichnete Kundenservice führt zu einem sehr guten Ruf und dieser
wiederum sorgt für neue Kunden und Umsatz.
Einer von vielen Bereichen, in dem ich bewusst auf die 80/20-Regel setze, sind grafische Extras, die kaum Mehrwert bringen, z.B. das individuelle grafische Styling eines Formulars. Hier bringen zeitraubende CI-Anpassungen kaum Gewinn, weil bei Formularen die Funktionalität der entscheidende Faktor ist.
Es lohnt sich, alle Bereiche im eigenen Betrieb zu durchleuchten und festzulegen, wo man die 80/20 Regel anwenden will und wo nicht und was das im einzelnen bedeutet.
Ich schreibe jeden Tag zwischen 10 und 30 Mails. Diese Mails werden von anderen Menschen gelesen. Ein großes Potential.
Wohl durchdachte, klar formulierte und fehlerfreie Mails sind wohl das wichtigste, weil in erster Linie geht es bei einer Mail um die Botschaft, die beim Empfänger ankommen soll.
Darauf will ich mich heute aber nicht konzentrieren, sondern auf ein oft ungenutztes Potential: die SIGNATUR. Ein kleines standardmäßig eingefügtes Schnipsel am Ende einer Mail. Sehr nützlich, weil sie dem Empfänger wichtige Informin die Lage versetzt, schnell telefonisch Kontakt aufzunehmen.
Das interessante an der Signatur ist, dass sich diese nur sehr selten verändert. Das heißt, ich muss nur einmal Energie in die Gestaltung meiner Signatur investieren und dann wirkt sie in jeder Mail. Immer und immer wieder.
Jason Fried (37signals) hat einmal als Nische für Designer das Gestalten von Signaturen vorgeschlagen. Wer nicht so weit gehen will und schon ein funktionierenes Geschäftsmodell hat, sollte sich überlegen, ob die eigene Signatur wirkungsvoll eingesetzt wird.
In Signaturen lassen sich z.B. auch Informationen wunderbar darstellen. So kommuniziere ich z.B. momentan in meiner Signatur unseren neuen Blog:

Für uns ist es ein zentraler Bestandteil unserer Firmen-Philosophie, nicht die Leistung ins Zentrum der Betrachtung zu rücken, sondern die erzielte Wirkung.Denn was hat unser Kunde davon, wenn wirSpitzen-Leistungen erbringen, die jedoch wenig Wirkung erzeugen?
Unsere Kunden haben das primäre Ziel der Gewinnerzielung.
Deshalb versuchen wir, die Wirkung unserer Maßnahmen quantifizierbar zu machen, wo immer dies möglich ist.
Oft habe ich erlebt, wie wenig dieser Gedanke in den Köpfen von Anbietern verankert ist. Am Ende steht dann ein sexy Design, das nur wenig Wirkung entfaltet, weil entsprechende Maßnahmen der Attraktivität der Site zum Opfer gefallen sind. Es gibt viele wirkungslose Leistungen auf dem Markt. Seminare zum Beispiel, die weder motivieren noch Handlungsimpulse geben. Oder Suchmaschinenoptimierung für suboptimale Keywords.
Ich glaube, es ist sehr wertvoll, sich über die Wirkung seiner Leistung im klaren zu sein. Das spart viel Energie und schafft gute Ergebnisse, inspirierte Projekte und zufriedene Kunden.
Ein fairer Preis leitet sich von der Wirkung ab. Wir bieten unseren Kunden daher ein optimales Preis-Wirkungs-Verhältnis an. Mit Preis-Leistungs-Verhältnissen beschäftigen wir uns nicht.